MAGAZIN 2/2025
Inhalte im Überblick
- Reiseplanung 2.0 – Die neue VVS/NVBW App 2025: Eine radikale digitale Transformation für den ÖPNV in Baden-Württemberg
- Alle Linien im Blick – Der Liniensteigbelegungsplan: Ein neues Planungstool zur Visualisierung von Halte- und Wendezeiten entlang einer gesamten Strecke
- Open Data in der Mobilität (Schweiz): Ein Blick hinter die Kulissen der Datenharmonisierung und -bereitstellung über den Open Journey Planner (OJP).
- Frankfurt setzt auf DDIP: Die Inbetriebnahme des „Digital Information Broker“ bei der VGF für verbesserte Echtzeitinformationen
- MENTZ WORLDWIDE – Melbourne: Erfolgreiche Machbarkeitsstudie zur Transformation proprietärer Daten in den SIRI-SX-Standard
Reiseplanung 2.0 – Die neue VVS/NVBW App
Im Juni 2025 startete die neueste Generation der Apps für den VVS und die NVBW.
- Modulares Baukastenprinzip: Die App ist flexibel konzipiert, sodass spezifische Funktionen für verschiedene Verbünde aktiviert oder deaktiviert werden können.
- Nutzerkomfort & Barrierefreiheit: In Zusammenarbeit mit dem Designstudio ZigZag wurde ein intuitives Handling entwickelt. Ein besonderer Fokus liegt auf inklusiver Mobilität durch verbesserte Lesbarkeit, Screenreader-Unterstützung und eine intuitive Navigation für motorisch eingeschränkte Menschen.
- Echtzeit & Individualisierung: Verspätungen und Ausfälle werden transparent angezeigt. Nutzer können Dashboards personalisieren und Funktionen wie „Fahrt merken“ nutzen.
Der neue Liniensteigbelegungsplan
Entstanden aus einer Idee der Verkehrsbetriebe Zürich (VBZ), bietet dieses Tool in DIVA eine Gesamtübersicht über die Steigbelegungen entlang einer gesamten Linie.
- Konfliktidentifikation: Das Modul vereint Funktionen des Weg-Zeit-Diagramms und des Steigbelegungsplans, um Doppelbelegungen und zeitliche Konflikte auf einen Blick sichtbar zu machen.
- Effizienz: Planer können Mindestabstandsprüfungen im gesamten Netz durchführen und Anschlussdefinitionen (Zubringer/Abbringer) direkt visuell bearbeiten.
Open Data in der Mobilität (Schweiz)
Die Schweiz nutzt die Plattform opentransportdata.swiss als zentralen National Access Point (NAP).
- Datenharmonisierung: MENTZ-Systeme (DIVA, EFA, DDIP) führen heterogene Daten von Fahrplänen bis zu Echtzeitmeldungen zusammen und transformieren sie in Standards wie NeTEx, GTFS und OJP 2.0.
- Open Journey Planner (OJP): Seit 2020 ermöglicht der OJP diskriminierungsfreie, intermodale Routenberechnungen für alle Akteure.
Frankfurt setzt auf DDIP
Die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) hat die MENTZ Dynamic Data Integration Platform (DDIP) als zentralen „Digital Information Broker“ in Betrieb genommen.
- Innovative Produkte: Die DDIP bereitet Daten für die „digitale Haltestelle“ (Abfahrtstafeln mit Zusatzinfos wie Wetter oder Aufzugsstörungen) und die „digitale Fahrt“ (Informationen per QR-Code im Fahrzeug) auf.
- Standardisierung: Die Datenmodellierung dient als Grundlage für die VDV-435-Standardisierung zum Austausch über Datenbroker.
Internationale Projekte
MENTZ arbeitet weltweit an innovativen Mobilitätslösungen. Ein Beispiel ist die Integration neuer Verkehrsangebote in internationale Fahrplanauskunftssysteme. Diese Projekte zeigen, wie digitale Technologien dazu beitragen können, nachhaltige Mobilität weltweit zu verbessern.
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